it's the next note that you play that makes it good or bad" soll Miles Davis gesagt haben. Das gefällt mir, erinnert mich dran, daß wir uns auch beim Singen nicht sklavisch an Vorlagen halten müssen, sondern das Material eigenständig interpretieren sollten. Bei globalvocal wollen wir genau darauf hinaus: nicht singen wie irgendwelche Vorbilder, sondern einen eigenen, unverwechselbaren Klang entwickeln, jeder für sich und gemeinsam. Den Klang erarbeiten wir uns zur Zeit in drei Schwerpunktbereichen, aus denen wir demnächst ein kleines Programm zusammenstellen: Erstens Stücke mit dichten, schönen Harmonien wie "De Noche", zweitens Sprechstücke wie Ernst Tochs "Fuge aus der Geografie", und drittens Improvisationen wie "Once upon a time" von John Cage.
Beim Einsingen heute intensiv an der "Stütze" gearbeitet. Nicht Hartz 4, sondern an der, die man nicht beantragen muß, weil jeder sie sowieso hat. Nur abrufen und einsetzen muß man sie mit Intention, z.B. bei der Counting Music. Irgendwann einmal in einem Sängerleben kommt für jeden der Moment des Aha-Erlebens, wie gestern für den Tenor, der zum ersten mal körperlich gespürt hat, was diese Stütze eigentlich macht. Um die Körperwahrnehmung zu fördern, werden wir nächste Woche eine Lachyogaübung machen. Dann die Improvisationen: sie üben das aufeinander Hören und stellen hohe Ansprüche an die Stimme. Das Eigene wird hörbar, keine Verstecke hinter Mitsängern mehr...Gut. Insgesamt nehmen wir jetzt Fahrt auf. Experimentierfreude ist an Bord. Ein Ideenspeicher ist angelegt. Der kann jetzt mit uns wachsen. Sehr gut.
Der Termin für Offener Workshop steht, bitte schon mal vormerken und weitersagen:
Fr 26. Oktober 18-21:00, Samstag 27. Oktober 10-18:00. Die Adresse des Veranstaltungsortes findet ihr unter der Rubrik Termine rechts oben auf dieser Seite. Kostenpunkt: 50 € p.P. Der Workshop ist auch eine gute Gelegenheit für sangesfreudige Zeitgenossen, uns mal kennenzulernen! Willkommen ist Unterstützung in allen Stimmlagen.
In den nächsten Proben werden wir nach der obigen "Dreifaltigkeit" vorgehen, bis das Programm steht.... Parallel dazu darf der Ideenspeicher aber jederzeit gefüttert werden! Bitte geht nicht davon aus, daß ich mir alles merken kann. Deshalb schreibt mir bitte ne Mail oder diktiert mir eure Vorschläge in die Tasten, z.B. während der Frischluftpausen bei den Proben .
Bis nächsten Mittwoch,
Sam
Mittwoch, 22. August 2012
Donnerstag, 9. August 2012
Wieder im Lande
Eine sehr schöne erste Probe nach der Sommerpause, vielversprechend nicht nur wegen Wiedersehensfreude, sondern vor allem durch ernst zu nehmenden stimmlichen Zuwachs (insgesamt plus drei, herzlich willkommen!) Ein bißchen wie Farben mischen, Klangfarben eben. Gestern ergab sich eine aufregende tiefdunkle, warme Mischung... Wir Urglobalvocalisten freuen uns riesig, wenn wir endlich mal ein bißchen dicker auftragen können :-)
Die gute Stimmung ermutigte zu einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft, wir stellten ein paar Überlegungen bezüglich der Zusammenstellung eines ersten Programms an. Was zeichnet uns aus? Die Vorlieben sind natürlich sehr unterschiedlich, eine Idee erscheint mir auch nach drüber schlafen noch sehr verlockend: Lieblingsstücke. Jeder soll ein Stück vorschlagen, das ihm besonders am Herzen liegt, sie vom Hocker reißt oder zu Tränen rührt ... Das setzen wir dann chorisch um, egal zu welchem der vielen Themenkreise es gehört, die wir uns langfristig vorgenommen haben. Das müßte nicht nur theoretisch ein recht vielseitiges Programm werden und läßt sich mühelos erweitern. Also Leute, hier ist eure Chance, Klangfarbe zu bekennen. Für die nächste Probe bitte mitbringen: erste Ideen für ein Lieblingsstück sowie einen Terminkalender (wegen Workshoptermin im Oktober). Dann können wir bald mit einem charakteristischen globalvocalen Farbklecks in Erscheinung treten.
Mein Lieblingsstück heißt zur Zeit "Counting Music" (siehe unten), Wulf möchte "I've got enough heartache" von Spooky Tooth arrangiert kriegen, Hans hat mal was von "The briar and the rose" (Irish Traditional) verlauten lassen, das ebenfalls noch für Chor arrangiert werden muß. Ne Menge Arbeit steckt da drin, aber soll ja auch nich langweilig werden. Bin gespannt, was sonst noch für Lieblingsstücke auftauchen...
Nächste Woche fangen wir das neue Zählstück an, dessen Noten ich letztes mal schon mitgeschickt habe: Counting Music von Chris Lawry. Da bitte schon mal reinschauen.
Wer keine Noten lesen kann, bitte ins Klangbeispiel reinhören: http://www.youtube.com/watch?v=jwe9_EKcApo
Bis Mittwoch, cheerio
Sam
Die gute Stimmung ermutigte zu einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft, wir stellten ein paar Überlegungen bezüglich der Zusammenstellung eines ersten Programms an. Was zeichnet uns aus? Die Vorlieben sind natürlich sehr unterschiedlich, eine Idee erscheint mir auch nach drüber schlafen noch sehr verlockend: Lieblingsstücke. Jeder soll ein Stück vorschlagen, das ihm besonders am Herzen liegt, sie vom Hocker reißt oder zu Tränen rührt ... Das setzen wir dann chorisch um, egal zu welchem der vielen Themenkreise es gehört, die wir uns langfristig vorgenommen haben. Das müßte nicht nur theoretisch ein recht vielseitiges Programm werden und läßt sich mühelos erweitern. Also Leute, hier ist eure Chance, Klangfarbe zu bekennen. Für die nächste Probe bitte mitbringen: erste Ideen für ein Lieblingsstück sowie einen Terminkalender (wegen Workshoptermin im Oktober). Dann können wir bald mit einem charakteristischen globalvocalen Farbklecks in Erscheinung treten.
Mein Lieblingsstück heißt zur Zeit "Counting Music" (siehe unten), Wulf möchte "I've got enough heartache" von Spooky Tooth arrangiert kriegen, Hans hat mal was von "The briar and the rose" (Irish Traditional) verlauten lassen, das ebenfalls noch für Chor arrangiert werden muß. Ne Menge Arbeit steckt da drin, aber soll ja auch nich langweilig werden. Bin gespannt, was sonst noch für Lieblingsstücke auftauchen...
Nächste Woche fangen wir das neue Zählstück an, dessen Noten ich letztes mal schon mitgeschickt habe: Counting Music von Chris Lawry. Da bitte schon mal reinschauen.
Wer keine Noten lesen kann, bitte ins Klangbeispiel reinhören: http://www.youtube.com/watch?v=jwe9_EKcApo
Bis Mittwoch, cheerio
Sam
Freitag, 29. Juni 2012
Sommerpause
machen wir den ganzen Juli über, also erster Chorabend wieder am 8. August. Die letzten beiden Proben waren sehr erfreulich, da wir Verstärkung durch neugierige Zeitgenossen hatten, die bei uns reingeschnuppert haben: Wenn euch gefallen hat, wie bei uns der Hase läuft, und wenn euch zusagt, was wir vorhaben und wofür wir stehen, dann seid ihr herzlich willkommen — jede Stimme zählt und fügt unserem Ensembleklang eine neue Klangdimension hinzu.
So ganz allgemein sei gesagt, daß Interessenten einen Monat lang kostenlos testen dürfen, ob es ihnen bei uns gefällt. Nach viermaliger Teilnahme solltest du ausreichend Eindrücke gesammelt haben, um zu entscheiden, ob du verbindlich mitmachen willst. Den Stimmtest macht dann unser Chorleiter, Peter Waslowski, um dich einer Stimmlage zuzuordnen. Für Anfänger hab ich hier einen Link zu einer Tonleiterhörprobe im Netz gefunden. Da kannst du einfach testen, ob du einen Ton hören und mithalten kannst: http://www.thermenlandchor.at/derchor/neuemitglieder/online-stimmtest-.php
Nach der Sommerpause haben wir einiges Neue vor. An dieser Stelle sei nur genannt "Counting Music" von Chris Lawry, einem zeitgenössischen englischen Komponisten.
http://www.youtube.com/watch?v=jwe9_EKcApo
So liebe Leute, habt einen schönen Sommer und — frei nach Pina Bausch — singt singt singt, sonst sind wir verloren...:-)
Sam
So ganz allgemein sei gesagt, daß Interessenten einen Monat lang kostenlos testen dürfen, ob es ihnen bei uns gefällt. Nach viermaliger Teilnahme solltest du ausreichend Eindrücke gesammelt haben, um zu entscheiden, ob du verbindlich mitmachen willst. Den Stimmtest macht dann unser Chorleiter, Peter Waslowski, um dich einer Stimmlage zuzuordnen. Für Anfänger hab ich hier einen Link zu einer Tonleiterhörprobe im Netz gefunden. Da kannst du einfach testen, ob du einen Ton hören und mithalten kannst: http://www.thermenlandchor.at/derchor/neuemitglieder/online-stimmtest-.php
Nach der Sommerpause haben wir einiges Neue vor. An dieser Stelle sei nur genannt "Counting Music" von Chris Lawry, einem zeitgenössischen englischen Komponisten.
http://www.youtube.com/watch?v=jwe9_EKcApo
So liebe Leute, habt einen schönen Sommer und — frei nach Pina Bausch — singt singt singt, sonst sind wir verloren...:-)
Sam
Donnerstag, 14. Juni 2012
An Irish Blessing
...ist vom Besuch eines guten alten Freundes geblieben. Wir haben es gleich in der letzten Probe angesungen. Ein wunderschönes kleines Lied, daß für meinen Geschmack ruhig etwas fröhlicher klingen kann als die meisten Beispiele, die ich davon auf einer bekannten Platform gefunden habe... 'until we meet again' ist auch für mich gleich eine Lieblingsstelle geworden, aber 'may the sunshine warm upon your face' ist auch nicht zu verachten. Einen Segen kann man jedenfalls immer gebrauchen, :-) Das Stück ist jetzt feste im Repertoire.
Danach haben wir uns nochmal 'Long and short' vorgenommen. Da geht dem Bass und Tenor gerne mal die Puste aus. Warum weiß keiner so richtig. Tse! Wie wärs mal mit einfach Einatmen, Ausatmen und dabei Töne machen?
Nach dem Chor gab es Deutschland gegen Holland, und Hans hat sein Herz an die 'Bubble Lady' von Camille verloren. Die müssen wir uns dann wohl demnächst mal etwas näher ansehen.
Bis nächsten Mittwoch, liebe Leute,
global denken, vokal handeln, das Motto bewährt sich :-)
Sam
Ps:
'An Irish Blessing' in der Fassung von den Dezibelles findet ihr hier
http://www.youtube.com/watch?v=gDipLbrlG2c
Die Frage, ob alle Lust auf dieses Stück haben, kommentierten unsere Jungs so: "Wenn wir uns nicht an die Hände fassen müssen könn wer das Stück gerne machen. Is schön..."
Danach haben wir uns nochmal 'Long and short' vorgenommen. Da geht dem Bass und Tenor gerne mal die Puste aus. Warum weiß keiner so richtig. Tse! Wie wärs mal mit einfach Einatmen, Ausatmen und dabei Töne machen?
Nach dem Chor gab es Deutschland gegen Holland, und Hans hat sein Herz an die 'Bubble Lady' von Camille verloren. Die müssen wir uns dann wohl demnächst mal etwas näher ansehen.
Bis nächsten Mittwoch, liebe Leute,
global denken, vokal handeln, das Motto bewährt sich :-)
Sam
Ps:
'An Irish Blessing' in der Fassung von den Dezibelles findet ihr hier
http://www.youtube.com/watch?v=gDipLbrlG2c
Die Frage, ob alle Lust auf dieses Stück haben, kommentierten unsere Jungs so: "Wenn wir uns nicht an die Hände fassen müssen könn wer das Stück gerne machen. Is schön..."
Mittwoch, 6. Juni 2012
Long and short
sind heute die Töne, da hat Joseph Reiser wohl ein bißchen von Philip Glass abgekupfert. Nichts destoweniger entfaltet der Song (eine Etitude) seine Magie sehr schnell, mit den durch synkopische Achtel und Viertel betupften langen Tönen, oder sind es durch lange Töne übergossene synkopische Achtel und Viertel?
Aber langsam, zuerst brachte Hans ja heute einen Nachschlag zu unserem spontanen unnusseligen Einsingesong vom letzten mal: eine komplette Gedankenreise über 12 DIN A4 Seiten zu 'Wer nur den lieben langen Tag...'. Das wird wahrscheinlich noch ein Nachspiel haben...:-) Wir hatten mit diesem Lied ein wahres Einsing-Chaos veranstaltet letzte Woche, als wir es im Kanon gesungen haben, was natürlich nicht funktionieren kann, denn das Lied ist ja multimetrisch, d.h. voller unterschiedlicher aufeinander folgender Rythmen (zweier, dreier)... Letzte Woche fanden wir es irgendwie legitim, es zum Einsingen zu verhunzen... (ebenso wie vorletzte Woche 'Guantanamera', aber davon ganz zu schweigen).
RakaTaka wird so langsam leicht, und 'Ein Stündlein wohl vor Tag' bekam heute einen Klang, weil die Dissonanzen endlich stolz im Raum standen: das A und das Gis von Sopran und Alt, das Fis und das Gis von Bass und Sopran... Kleine stimmliche Durchbrüche auch und technische Details, die das Sängerleben erleichtern. Wunderbar.
Nächsten Mittwoch proben wir eine halbe Stunde früher, wegen Fußball. Und Am Sonntag drauf gibts einen extra Termin für Probeaufnahmen, mit Flammkuchen à la Hans, ab 17:00. Na dann:
Bis dann!
Sam
Aber langsam, zuerst brachte Hans ja heute einen Nachschlag zu unserem spontanen unnusseligen Einsingesong vom letzten mal: eine komplette Gedankenreise über 12 DIN A4 Seiten zu 'Wer nur den lieben langen Tag...'. Das wird wahrscheinlich noch ein Nachspiel haben...:-) Wir hatten mit diesem Lied ein wahres Einsing-Chaos veranstaltet letzte Woche, als wir es im Kanon gesungen haben, was natürlich nicht funktionieren kann, denn das Lied ist ja multimetrisch, d.h. voller unterschiedlicher aufeinander folgender Rythmen (zweier, dreier)... Letzte Woche fanden wir es irgendwie legitim, es zum Einsingen zu verhunzen... (ebenso wie vorletzte Woche 'Guantanamera', aber davon ganz zu schweigen).
RakaTaka wird so langsam leicht, und 'Ein Stündlein wohl vor Tag' bekam heute einen Klang, weil die Dissonanzen endlich stolz im Raum standen: das A und das Gis von Sopran und Alt, das Fis und das Gis von Bass und Sopran... Kleine stimmliche Durchbrüche auch und technische Details, die das Sängerleben erleichtern. Wunderbar.
Nächsten Mittwoch proben wir eine halbe Stunde früher, wegen Fußball. Und Am Sonntag drauf gibts einen extra Termin für Probeaufnahmen, mit Flammkuchen à la Hans, ab 17:00. Na dann:
Bis dann!
Sam
Dienstag, 5. Juni 2012
To Nyi Wätjer (Russland, Traditional)
6 To Nyi Wätjer (Russland)
Konzertaufnahme 'Voix D'ailleur' 1994, Wuppertal, Unter Wasser fliegen, Chorleiterin: Brigitte Cirla
Im Repertoire von globalvocal
Konzertaufnahme 'Voix D'ailleur' 1994, Wuppertal, Unter Wasser fliegen, Chorleiterin: Brigitte Cirla
Im Repertoire von globalvocal
...Veränderung beginnt mit dem Singen im Chor
Wir habens nicht erfunden, auch nicht die Schweizer... Dieser Zettel hängt irgendwo in einer Hamburger Kneipe, und Hans hat ihn entdeckt, ein Foto gemacht, es mitgebracht, und wir haben diesen Slogan gerne adaptiert, denn er könnte genausogut von uns sein :-). Wir verändern uns schon seit eineinhalb Jahren miteinander. Der Zusammenklang kommt, die Stimmen klingen größer, jeder weiß inzwischen, daß der ganze Körper ein Resonanzraum ist, die Ohren hören differenzierter usw. Nicht zuletzt erleben wir jeden Mittwoch mindestens ein kleines Sommergewitter, denn nichts anderes ist es, was Lachen im Körper veranstaltet, oder?: Irgendjemand macht oder sagt was blödes, das ist ansteckend, und dann kommt es einfach über jeden. Wenn wir lachen, benutzen wir an die hundert Muskeln. Die für den Stimmklang wichtigen Räume weiten sich. Wir heben unwillkürlich die Augenbrauen, öffnen die Nasenlöcher, ziehen die Mundwinkel nach oben... Der Atem geht schneller, mehr Luft als sonst schießt durch die Lungen und versetzt die Stimmbänder in Schwingung, das Zwerchfell bewegt sich im Rythmus...
So kann es weitergehen. Bis morgen!
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